Forst Sauen ®

Ölgemälde vom Sauener WaldDas Forstrevier Sauen hat eine sehr lange und traditionsreiche Geschichte, welche schon vor August Biers Zeiten begründet wurde. Nachfolgend können Sie einige Zeitauszüge nachvollziehen:


Reviergeschichte

vor 1912
  • 16. Jh starke Devastierung durch Weide-, Lese-, Streunutzung-, StubbenrodungAufhebung des Statutes „Lehngut“ Besitz an Frau Dr. Eisenstein
  • Darauffolgend häufiger Besitzwechsel
  • Durch Erbschaft an Hugo Heinrich Freiherr von Rheinbaben (2200 Morgen)
    • Er baute den heruntergewirtschafteten Wald auf und kaufte Flächen an, Einführung der Dankelmannschen Mischsaat, forstästhetische Bepflanzung mit Laubholz an den Wegesrändern
    • Nach seinem Tode verwaltete sein Sohn Leo Freiherr von Rheinbaben das Gut und verschuldete dieses sehr

1912 Zwangsverkauf nach Überschuldung an Prof. August Bier (700 ha)
  • 1912 Vermessung und Versteinung des Reviers durch Geometer Danz
  • 1913 Zukauf von ca. 300 ha davon 125 ha Kahlschlag
  • Beginn der Experimente mit heimischen und fremdländischen Laubgehölzen
    • Anlage von Waldmänteln
    • Beseitigen der stark wasserverbrauchenden und zum Teil wasserabweisenden Bodenflora durch Laubholzunterbau
    • Verbesserung des Bodens durch Anbau von Leguminosen
    • Verbesserung der Wasserrückhaltekraft des Bodens
    • Biologischer Forstschutz
    • Angepasste Wildbestände
  • Erarbeitung eines Betriebsplanes zur Dauerbewirtschaftung (damaliger Vorrat 105,99 Vfm)
    • Zerstörung kleiner Flächen durch Waldbrand
    • Bodenreform, Eingliederung zum Forstamt Schwenow
  • 1949 Heinrich Bier wird wissenschaftlicher Betreuer
  • Bestockung in Sauen 19941954/55 Aufnahme Wolff Forsteinrichtung (186 Vfm/ha)
  • 1963 Übernahme der Leitung des Reviers durch das Institut für Forstwissenschaften Eberswalde der Deutschen Akademie für Landwirtschaftswissenschaften
  • 1971 Wechsel der Revierleitung durch Dr. Lechner
  • 1982 Forsteinrichtung (250 Vfm/ha)
  • 1990 Überführung des Revieres in den Besitz der Treuhand (BVVG) und weiterbewirtschaftung durch die Landesforst
  • 1994 Übernahme der Bewirtschaftung durch die Stiftung August Bier
  • 2002 Eigentumswechsel von BVVG an die Nachfolgegeneration Bier, aber weitere Bewirtschaftung durch die Stiftung
  • 2005 Übereignung von Naturschutzflächen durch die Landesregierung Brandenburg